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Wärmepumpe: Lohnt sich ein eigener Stromtarif?

Meist ab etwa 4.000 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr. Ein Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler kostet im Schnitt 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis, ohne eigenen Zähler zahlst du 31,5 ct und bekommst eine Pauschale von rund 145 €. Beim Beispielhaus mit 5.294 kWh spart der eigene Zähler rund 87 € im Jahr, ab 4.133 kWh lohnt er sich. Stand 13.10.2026.

Tarif-Rechner

Eigener Zähler oder Pauschale?

Trag den Stromverbrauch deiner Wärmepumpe ein. Die Vorgaben sind Durchschnittswerte, mit deinen Angeboten wird es genau.

Deine Wärmepumpe
kWh
Kennst du ihn nicht: Gasverbrauch × 0,9 ÷ Jahresarbeitszahl 3,4. Beispiel: 20.000 kWh Gas ergeben 5.294 kWh Strom.
Ohne eigenen Zähler (Modul 1)
ct/kWh
Durchschnitt laut Verbraucherzentrale NRW. Am besten deinen Preis eintragen.
€/Jahr
Je nach Netzgebiet 110 bis 190 € (Bundesnetzagentur), Schnitt laut Verbraucherzentrale NRW 145 €.
Mit eigenem Zähler und Wärmepumpentarif (Modul 2)
ct/kWh
Durchschnitt laut Verbraucherzentrale NRW, Spanne 20 bis 29 ct.
€/Jahr
Durchschnitt laut Verbraucherzentrale NRW.
€/Jahr
Annahme: Obergrenze für einen einfachen digitalen Zähler (§ 32 MsbG). Frag deinen Messstellenbetreiber.
€ einmalig
Laut Verbraucherzentrale NRW mehrere hundert bis wenige tausend Euro.
Eigener Zähler gegen Modul 1pro Jahr
87 € weniger
Ohne eigenen Zähler 1.523 €
Mit Wärmepumpentarif 1.436 €
Stromkosten der Wärmepumpe pro Jahr. Haushaltsstrom und Messsystem zahlst du in beiden Fällen.

So gerechnet

Strom für die Wärmepumpe ohne eigenen Zähler (Modul 1), Durchschnitt: Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen · Modul 1: Netzentgelt-Pauschale ohne eigenen Zähler, Durchschnitt der Anbieter: Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen · Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler (Modul 2), Durchschnitt: Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen · Grundpreis Wärmepumpentarif, Durchschnitt: Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen · Zusätzliche Messkosten für einen zweiten Zähler (Obergrenze moderne Messeinrichtung): § 32 Abs. 1 MsbG · alle Faktoren

Netzentgelt

Modul 1, 2 und 3 kurz erklärt

Seit 2024 darf der Netzbetreiber neue Wärmepumpen bei drohender Überlastung dimmen. Dafür zahlst du weniger Netzentgelt, in einer von drei Formen.

Modul 2

60 % weniger Netzentgelt, eigener Zähler

Die Wärmepumpe bekommt einen eigenen Zähler, der Netzentgelt-Arbeitspreis sinkt um 60 %. Lohnt sich laut Verbraucherzentrale NRW meist ab 4.000 kWh im Jahr.

Quellen: Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck, 2026-02-20
Fragen

Häufige Fragen zum Wärmepumpenstrom

Lohnt sich ein Wärmepumpen-Stromtarif?
Meist ab etwa 4.000 kWh Wärmepumpenstrom im Jahr. Wärmepumpentarife kosteten im Schnitt 24 ct/kWh plus 140 Euro Grundpreis. Darunter ist die Pauschale über den normalen Zähler (Modul 1) oft günstiger.
Brauche ich einen zweiten Zähler?
Nur für den günstigen Wärmepumpentarif mit 60 % weniger Netzentgelt (Modul 2). Für die Pauschale nach Modul 1 reicht der vorhandene Zähler. Muss dafür der Zählerschrank neu, kostet das mehrere hundert bis wenige tausend Euro.
Was kostet der Zähler für die Wärmepumpe im Jahr?
Für ein intelligentes Messsystem an einer steuerbaren Wärmepumpe dürfen dir höchstens 50 Euro im Jahr berechnet werden. Für die Steuerbox kommen höchstens 50 Euro dazu. Ein einfacher digitaler Zähler kostet höchstens 25 Euro.
Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe drosseln?
Ja, aber nur bei drohender Überlastung und nur auf mindestens 4,2 kW. Vorbeugend höchstens 2 Stunden am Tag. Dafür zahlst du weniger Netzentgelt.

Quellen der Antworten: Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck Stromtarife für Wärmepumpen, 2026-02-20 · Bundesnetzagentur, Verbraucherportal Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, 2026-10-13 · § 30 MsbG, 2025-01-01 · § 32 MsbG, 2026-10-13