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Dynamischer Stromtarif: Lohnt er sich für dich?

Seit 2025 muss jeder Stromanbieter einen dynamischen Tarif anbieten, du brauchst dafür ein intelligentes Messsystem. Ohne E-Auto oder Wärmepumpe lohnt er sich selten: Die Ersparnis kommt fast nur vom Verschieben in günstige Stunden, etwa beim Laden. Der Rechner nutzt die echten Börsenpreise der letzten 12 Monate. Stand 13.10.2026.

Rechner

Rechner: dynamisch oder fest?

Gerechnet wird Stunde für Stunde mit den Day-Ahead-Preisen der Bundesnetzagentur. Deine Angaben bleiben im Browser.

Haushalt
Stromspiegel-Werte ohne elektrische Warmwasserbereitung. Steht dein Jahresverbrauch auf der Rechnung, trag ihn unten ein.
kWh
Ohne E-Auto und Wärmepumpe. Optional.
ct/kWh
Mit Grundpreis umgelegt, optional.
E-Auto
km
Durchschnitt E-Autos 2025 laut KBA.
Wärmepumpe
kWh
Grobe Annahme: Die Wärmepumpe läuft von Oktober bis April gleichmäßig, ohne Wetter. Strombedarf etwa Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl (Feldtest Fraunhofer ISE: 3,4).
Anbieterkosten anpassen
ct/kWh netto
€/Monat
Günstigste Konditionen im Juni 2026 laut Verivox-Analyse; Anbieterkosten liegen laut Finanztip oft bei 100 bis 500 Euro im Jahr.
ct/kWh netto
Netzentgelt 9,24, Konzessionsabgabe 1,666, Stromsteuer 2,05, Offshore-Umlage 0,941, Aufschlag besondere Netznutzung 1,559, KWKG 0,446 ct je kWh netto (BDEW-Mittel 2026). Dein Netzentgelt kann abweichen.
So funktioniert es

Was ein dynamischer Tarif kostet

Du zahlst je Stunde den Börsenpreis plus feste Bestandteile wie Netzentgelt, Steuern und Umlagen, die auch beim Festpreis anfallen, dazu Aufschlag und Grundgebühr des Anbieters. Die Preise für den nächsten Tag stehen mittags fest.

Günstig ist es meist mittags und nachts, teuer abends zwischen 18 und 21 Uhr. Im Winter fehlt das günstige Mittagstal.

Quellen: Verbraucherzentrale: Dynamische Stromtarife, für wen es sich lohnt, 06.10.2025 · BDEW-Strompreisanalyse August 2026, 21.08.2026 · Bundesnetzagentur | SMARD.de, Day-Ahead-Preise DE-LU (CC BY 4.0), 13.10.2026

Smart Meter

Was das intelligente Messsystem kostet

Den Einbau kannst du seit 2025 verlangen, er muss binnen vier Monaten kommen. Ab 6.000 kWh oder mit steuerbarer Wärmepumpe oder Wallbox ist er Pflicht.

Falldu zahlst höchstens im Jahr
Einbau auf Wunsch (unter 6.000 kWh)30 €, dazu einmalig bis 100 €
6.000 bis 10.000 kWh40 €
mit Wärmepumpe oder Wallbox nach § 14a50 €

Quellen: § 29 Messstellenbetriebsgesetz (wer ein Smart Meter bekommt), 13.10.2026 · § 30 Messstellenbetriebsgesetz (Preisobergrenzen), 01.01.2025 · § 35 Messstellenbetriebsgesetz (Einbau auf Wunsch), 01.01.2025

Netzentgelt

Extra für Wärmepumpe und Wallbox: § 14a

Wer eine steuerbare Wärmepumpe oder Wallbox über 4,2 kW hat, bekommt ein geringeres Netzentgelt: pauschal 110 bis 190 Euro im Jahr (Modul 1) oder 60 Prozent weniger Arbeitspreis mit eigenem Zähler (Modul 2). Seit April 2025 gibt es zusätzlich zeitvariable Netzentgelte (Modul 3). Das gilt unabhängig vom Tarif, deshalb rechnen wir es nicht ein.

Quellen: Bundesnetzagentur: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG), 13.10.2026

Risiko

Was schiefgehen kann

  • Preisspitzen bei Dunkelflaute: Am 12.12.2024 kostete Strom an der Börse in der Spitze 936 Euro je Megawattstunde, mit festen Bestandteilen rund 1,30 Euro je kWh.
  • Einzelne Monate können teuer werden, die Rechnung ist schwer planbar.
  • Laufzeiten von 12 Monaten rät die Verbraucherzentrale bei dynamischen Tarifen ab.

Quellen: Bundesnetzagentur | SMARD.de, Day-Ahead-Preise DE-LU (CC BY 4.0), 13.10.2026 · Verbraucherzentrale: Dynamische Stromtarife, für wen es sich lohnt, 06.10.2025

Wechseln

Stromanbieter wechseln: die Regeln

  • Seit 2026 muss der Wechsel technisch binnen 24 Stunden klappen, er ist kostenlos.
  • Bei Preiserhöhung kannst du ohne Frist zum Wirksamwerden kündigen.
  • Aus der Grundversorgung kommst du mit zwei Wochen Frist. Sie kostet laut Portalen im Schnitt rund 10 Cent je kWh mehr als der günstigste Tarif vor Ort.

Quellen: § 20a EnWG (Lieferantenwechsel in 24 Stunden), 01.01.2026 · Bundesnetzagentur: Lieferantenwechsel, 13.10.2026 · § 41 EnWG (Preiserhöhung, Sonderkündigung), 13.10.2026 · § 20 StromGVV (Kündigung Grundversorgung), 13.10.2026 · StromAuskunft: Strompreise Grundversorgung (Portal), 13.10.2026

Fragen

Fragen zum dynamischen Stromtarif

Für wen lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?
Vor allem für Haushalte, die viel Strom in günstige Stunden verschieben können, etwa mit E-Auto oder Wärmepumpe mit Speicher. Für normale Haushalte überwiegt laut Verbraucherzentrale oft das Risiko.
Quelle: Verbraucherzentrale: Dynamische Stromtarife, für wen es sich lohnt, 06.10.2025 · Finanztip: Dynamische Stromtarife im Vergleich, 18.09.2026
Brauche ich ein Smart Meter?
Ja, ein dynamischer Tarif setzt ein intelligentes Messsystem voraus. Den Einbau kannst du verlangen, er kostet dich höchstens 30 Euro im Jahr und einmalig bis 100 Euro.
Quelle: § 41a EnWG (dynamische Tarife), 13.10.2026 · § 30 Messstellenbetriebsgesetz (Preisobergrenzen), 01.01.2025 · § 35 Messstellenbetriebsgesetz (Einbau auf Wunsch), 01.01.2025
Wann ist Strom an der Börse am günstigsten?
Im Jahresmittel um 13 Uhr, wenn viel Solarstrom kommt, und nachts. Am teuersten ist er abends um 19 Uhr. Im Winter sind die Nachtstunden am günstigsten.
Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, Day-Ahead-Preise DE-LU (CC BY 4.0), 13.10.2026
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Information und Orientierung, keine Rechts- oder Energieberatung. Verbindlich sind Gesetz, Vertrag und im Streit die Gerichte. Bei Fragen helfen Verbraucherzentrale und Mieterverein.